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Von: Theobald (Gast)25.02.2004, 21:32
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Die Vorfälle an der Hildesheimer Berufsschule und die starke Zunahme der Gewaltdelikte bei Jugendlichen in letzter Zeit sind keineswegs eine unausweichliche Entwicklung unserer Gesellschaft gewesen. Sie sind vielmehr ein Produkt der Vermittlung ungeeigneter Leitbilder in den Massenmedien, fehlender oder unzureichender Presseberichterstattung und einer Staatsmacht, die nur dann Probleme sieht, wenn sie welche sehen will.

Zu Beginn der 90er Jahre war unter dem Eindruck des gewaltlosen Falls des eisernen Vorhangs, der ein einzigartiges Ereignis in der Menschheitsgeschichte war, welches fast jeder in irgendeiner Form "life" erlebte (und wenn er sich nur die einstigen Grenzsperranlagen anschaute) und als der größte Triumph friedlicher Politik aller Zeiten betrachtet werden kann, das Bedürfnis an Gewalt und Drogen gesunken und stattdessen miteinander in Harmonie zu leben und sich auch zu vergnügen.
Auch nahm zu dieser Zeit durchaus das Interesse an der Technik und ihrer geschichtlichen Entwicklung zu, wozu durchaus die Zugänglichkeit von einst unzugänglichen Orten in Ost und West, in denen einst entsprechende Taten vollbracht wurden, beigetragen haben.
Viele junge Leute, die sich von diesen Strömungen leiten ließen, fanden eine mehr oder minder starke Affinität zur Technoszene. Und in der Tat konnte man auf vielen derartigen Parties, insbesondere so bis etwa 1998 hauptsächlich Leute kennen lernen, die sich zu elektronischer Musik hauptsächlich mit der gegenseitigen Zurschaustellung ihrer tänzerischen Fähigkeiten vergnügten und mit denen man durchaus auch über viele anspruchsvolle Themen, wie Technik, Naturwissenschaften, Verschwörungstheorien und die letzten Geheimnisse der Welt reden konnte. Auffallend war auch bei vielen dieser Leute eine hohe Abstinenz gegenüber Alkohol, Nikotin und vor allem illegalen Drogen!
Nun werden leider in unserer Gesellschaft blöderweise die Szenen von den Machern ihrer Musik und nicht von den Leuten, die sie besuchen, geprägt. Und unter den Machern waren und sind leider viele Drogensüchtige, die ihre Ideale an die Anhänger weitergaben und so die Szene mit Drogen in Verbindung brachten. Doch bestand wirklich in der damaligen Technoszene ein Drogenproblem?
Mit Sicherheit "Nein"!
Wenn man bedenkt, wie man heftig und mit ausladenden Armbewegungen oft auf den Parties herumgetanzt hat, aber so gut wie nie irgendwelche Kollisionen zwischen den Leuten beobachten konnte, so fällt es wirklich schwer daran zu glauben, dass hier Drogen konsumiert sein sollen!
Und: man war stets sehr nett zueinander! Wenn man sich da an seine Schulzeit, die ich vor Fall des eisernen Vorhangs absolviert hatte, erinnerte, erschien einen das Ganze manchmal sehr unrealistisch harmonisch: und doch, es wahr so!
Wer sich auf Kosten des anderen lustig machte, wurde ermahnt!
Es herrschte eine Form des Miteinanders, von der sich die ältere Generation eine Scheibe hätte abschneiden können!
Doch dies wurde irgendwie nie publik, aber wen wundert es auch: denn für die Presse sind nur schlechte Nachrichten gute Nachrichten!
Und eine Jugend, die in Harmonie zu einer von Maschinen produzierten Musik eindrucksvoll tanzt. Ne, das darf es nicht geben!
(Eigentlich so unerwartet ist das Ganze auch nicht: gab es nicht einmal Pläne für eine Infraschallkanone, welche mit Hilfe tiefer, unhörbarer Töne die Psyche des Gegners so verändern sollte, dass dieser nicht mehr kämpfen wollte?
Daß dieses Gerät nie eingesetzt wurde liegt daran, dass es in etwa die Größe eines Eisenbahnwaggons hat)
Gab es aber doch: und die großen Technoparaden, wie die "Loveparade" waren eigentlich nichts anderes als eine Demonstration dafür, wie schön es sein kann zusammen miteinander Spaß zu haben. Es ist eigentlich schon erstaunlich, dass diese Veranstaltungen, auf denen man noch so bis 2000 fast so gut wie alles machen konnte, wie man wollte ohne größere Unfälle abgingen. Für die Presse war dies natürlich klar: die Leute stehen unter Drogen, welche die Gewaltbereitschaft dämpfen. Doch denen schien wohl nicht entgangen sein, dass viele Leute auf Dächer,, Bäume, Laternen und Toilettencontainer geklettert sind und wenn es einer nicht schaffte, man mit allen Kräften ihn dabei geholfen hat!
Und eigenartigerweise schien auch nur selten einer abgestürzt zu sein.
Das deutet doch eindeutig darauf hin, dass hier KEINE Drogen im Spiel waren!
Doch was merkten die Reporter davon? Eigentlich kaum etwas. Sie filmten lieber die Leute, die glaubten, das Drogen dazugehören würden, was ihnen durchaus sogar Buhrufe einbrachte!
Und wie sehr dieses Zerrbild sich in den Köpfen festsetzte zeigte ein Zeitungsartikel im Jahr 2001, in dem die "Loveparade" als "Einstiegsveranstaltung" in den Drogenkonsum bezeichnet wurde. Auf die viel näher liegende Gefahr, dass man auf dieser Veranstaltung zu gefährlichen Kletterkunststücken verführt werden könnte, stand in diesem Artikel kein Wort und doch kommen auf dieser Veranstaltung immer wieder Leute in diesbezügliche Probleme. Aber die sind ja selber schuld, heißt es... (und warum nicht auch die, die Drogen nehmen?)
Ab 1996 entdeckten die Reporter das Müllproblem dieser Veranstaltung. Warum wohl?
Um möglichst bald dieser Veranstaltung ein Ende zu setzen! Das auch auf dem Kölner Rosenmontagszug viel Müll anfällt ( man hilft ja mit Konfettiwerfen noch kräftig nach!), hat dies bis jetzt die Presse noch nicht zur Kenntnis genommen!
Auffallend ist auch, dass viele junge Leute, die "Loveparade" als "toll" beschreiben, während Leute, die diese Veranstaltung nur aus dem Fernsehen kennen, sie als "langweilig" titulieren. Wie ist dies zu erklären? Ganz einfach: auf Reporter, denen vorgeschrieben wird, was sie zu sehen haben und was nicht! Ist ja auch ganz logisch bei einer Veranstaltung, bei denen manche Besucher den Machern die Show stehlen können!

Als man dann anfing, Razzien in Diskotheken gegen die Technoszene vorzunehmen, konnte man am darauffolgenden Montag immer lesen, wie viel Drogen beschlagnahmt worden sein sollen. Doch waren dies wirklich Drogen?
Dies ist eine gute Frage, denn die Razzien wurden am Wochenende durchgeführt und hierbei wurde jede verdächtig aussehende Substanz beschlagnahmt. Nun sehen aber viele Substanzen so aus, wie man sich Drogen allgemein vorstellt und zum Schutz der elektrischen Einrichtungen von Diskotheken vor Feuchtigkeit wird oft auch ein weißes Trocknungspulver benutzt. Und ob eine Substanz eine Droge ist oder nicht, bedarf ausführlicher Untersuchungsmethoden, die in Labors, welche am Wochenende geschlossen sein dürften, durchgeführt werden müssen. Und bis die Analyse vorliegt, ist der Fund für die Presse nicht mehr interessant!
Etwa zu dieser Zeit kam auch insbesondere in Süddeutschland die Rap-Kultur auf. Obwohl diese aus Amerika stammende Kultur gewaltverherrlichende Leitbilder wie Gangster zum Vorbild hat, wurde sie von der Obrigkeit eher toleriert als die Kultur der Technoszene, die eigentlich nur das Prinzip des friedlichen kollektiven Tanzvergnügens kannte.
Ist aber irgendwie auch ganz einfach, warum diese Bewegung eher toleriert wurde, denn in dieser Szene zählen Äußerlichkeiten, wie Klamotten, sehr viel, sprich die Wirtschaft wird angekurbelt (und Neid geschürt)!
Außerdem stammt diese Szene aus Amerika und was aus den USA stammt, ist ja für viele Leute sowieso gut, auch wenn es ein großer Unfug ist!
(Es wäre einmal eine gute Frage, ob sich eine Jugendkultur, die aus Polen stammen würde in Deutschland einbürgern könnte. Mit Sicherheit nicht und wenn doch, dann nur unter Verschweigung ihres Herkunftslandes!)
Auch wird in dieser Szene Asozialität propagiert und da man uns ja eine egoistische Gesellschaft verordnen möchte, passt dies unseren Machthabern perfekt ins Konzept!
Daß man in den Massenmedien auch die Jugend mehr oder minder frühzeitig zur Sexualität anspornt, ist auch ein sehr kluger Zug unserer Machthaber, denn je mehr Leute in jungen Jahren Geschlechtsverkehr haben, um so mehr Leute werden in jungen Jahren schwanger.
Wer dieses Problem hat, wird dann in der Regel keine Zeit mehr haben, sich "ehrlichere" und umfassendere Informationen als sie in den Massenmedien verbreitet werden, zu beschaffen und ist auf diese Weise ihren Berichten mehr oder minder "ausgeliefert"!
Gewaltverherrlichende Vorbilder für die Jugend, wie Rapper, sind wiederum recht gut für unseren teuren und ineffizienten Apparat der Sozialarbeiter, Suchtberater und Einrichtungen für straffällige Jugendliche, einen ruhmlosen "Aushängeschild" der jetzt an der Macht befindlichen Politiker der 68er Revolution.
Zwar würde dies keiner offen zugeben, doch was wäre, wenn Gewalt- und Drogenprobleme bei der Jugend stark zurückgehen?
Dann würden viele dieser "Errungenschaften" überflüssig!
Zwar könnten wir dann viele Gelder zum Beispiel in die Erforschung des Weltalls, der Kernfusion, freier Energie, alternativer Energiequellen, unheilbarer Krankheiten, neuartiger Fortbewegungsmittel oder schlicht in die Verbesserung unserer Infrastruktur stecken, doch einer stark von "68er Idealen" geprägten Politikergeneration, die im Grunde genommen "Vaterlandsverräter" sind, liegt daran nichts am Herzen!
Wen wundert es, wenn in diesen Staat immer weniger funktioniert!
Von: Dr.gehirnmasse (Gast)06.03.2004, 21:45
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gehen Sie mal zum Arzt Dr.Brinkmann er könnte Ihnen beim Problem behilflich sein. Falls nicht empfele ich Ihnen umbedingt das Sie die Arznei UGANDIN zu sich nehmen. Das hilft meistens weiter.
wünsche Ihnen einen schönen Abend

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