Die in der südlichen Havel gelegene Pfaueninsel gehört mit ihrem umfangreichen Pflanzen- und Tierbestand zu den schönsten und erlebnisreichsten Naturgebieten Berlins. Im Jahre 1990 wurde die Pfaueninsel sogar in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Die etwa einen Quadratkilometer große Insel liegt südlich des Großen Wannsee.
Vor dem Jahr 1689 beherbergte die Pfaueninsel lediglich eine Glashütte, in welcher der Glasmacher Kunckel Versuche im Auftrag des Königs durchführte und unter anderem das damals begehrte Rubinglas herstellte. 1793 erwarb der damalige preußische König Friedrich Wilhelm II. die Insel und ließ auf der Insel Kaninchen und andere Kleintiere für die Jagd aussetzen.
Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Insel ausschließlich zur Rinder- und Schafzucht verwendet, bis Friedrich Wilhelm II. im Jahr 1797 sich ein kleines Lustschlösschen im Ruinenstil für sich und seine Geliebte erbauen ließ. Friedrich Wilhelm II. verstarb jedoch vor der Fertigstellung, so dass lediglich sein Sohn Friedrich Wilhelm III. und dessen Frau Luise in den Genuss dieser wunderschönen Sommerresidenz kamen. Friedrich Wilhelm III. nutzte die Insel außerdem, um hier seltene Tiere und Pflanzenarten anzusiedeln. Diese Tiere schenkte er später dem Zoologischen Garten in Berlin. Einige ßberreste dieser Anlagen, z.B. die zahlreichen Vogelkäfige, stehen noch heute auf der Insel. Außerdem gibt es auf der Insel noch viele frei lebende Pfaue.
Für die landschaftliche Gestaltung war ab dem Jahr 1822 der Landschaftsarchitekt Peter Joseph Lennè verantwortlich, der den größten Teil der Insel in einen englischen Landschaftsgarten verwandelte. Die berühmten Berliner Architekten Albert Dietrich Schadow und Karl Friedrich Schinkel leisteten mit der Errichtung verschiedener Gebäude ihren Beitrag zur Verschönerung der Insel. So ließ Schadow für die exotischen Pflanzen ein Palmenhaus errichten, während Schinkel für den Bau des Kavalierhauses sowie des Schweizerhauses verantwortlich war.
Es führt übrigens keine Brücke auf die Insel. Man erreicht die Pfaueninsel ausschließlich mit einer Fähre. ßbernachtungsmöglichkeiten gibt es auf der kleinen Insel nicht, die letzte Fähre bringt am Abend alle Besucher zurück.
Anschrift und Verkehrsanbindung:
Adresse: Berlin S-Bahn: Wannsee
Gegenüber der Pfaueninsel185 ließ Friedrich Wilhelm III. für seine Tochter Charlotte und deren Mann Nikolaus, den späteren Zaren, im Jahre 1819 ein Blockhaus im russischen Stil erbauen. Nach einem durch Brandstiftung verursachten Feuer wurde das Haus wieder aufgebaut und wird heute als Gastwirtschaft betrieben. Von der Terrasse aus hat man einen wunderschönen Blick auf die Havel und die Pfaueninsel185.
Unweit von Nikolskoe befindet sich die von Stüler erbaute Kirche St. Peter und Paul mit ihrem charakteristischen Zwiebelturm, die Friedrich Wilhelm III. ebenfalls nach russischem Vorbild errichten ließ.
Anschrift und Verkehrsanbindung:
Adresse: Nikolskoer Weg 15, 14109 Berlin S-Bahn: Wannsee
Nicht nur für Touristen in der Stadt ein interessantes Ausflugsziel auf die Pfaueninsel in der Havel, zwischen Berlin und Potsdam. Es gibt noch viele Berliner und Potsdamer, die noch keinen Ausflug auf diese Insel gewagt haben. Hier gibt es preussische Geschichte zu entdecken, die Insel gehört hauptsächlich in die Zeitepoche 1794 bis 1842, wo die Insel ihren höchsten Bekanntheitsgrad als verzauberte Insel mit seltenen Tier- und Pflanzenarten aufzeigen konnte. Wohlbetuchte Gäste der ... weiterlesenantworten
Hallo zusammen, im Sommer werde ich mit einigen Freunden zum drittenmal nach Berlin fahren um ein verlängertes "Männerwochenende", auf dem 11. internationalen Bierfestival, zu genießen. Da wir inzwischen alle "Standardsehenswürdigkeiten" durchhaben suchen wir etwas neues, vielleicht auch was ausgefallenes in Berlin. Auch so Sachen wie ein Gruselkabinett und eine Bunkerführung haben schon durch. Gibt es hier vielleicht einen Berliner oder Berlinexperten der uns was gutes Empfehlen kann? Wir sind für alles ... weiterlesenantworten
Kommentare und Tipps von anderen Usern zu Pfaueninsel
Gast meint zu Pfaueninsel:
Unbedingt zu empfehlen ist eine kleine Tour auf dem Wasser. Ruderboote, Kajaks und Kandier sind beim Bootsverleih günstig zu mieten.
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Gast meint zu Pfaueninsel:
Im hinteren Teil der Freundschaftsinsel ist ein sehr großer Spielplatz. Meine Kinder lieben es dort hin zu gehen. Im Sommer ist die Wasserpumpe und eine Wasserstraße super zum abkühlen. Also unbedingt ein Handtuch mitnehmen.
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Gast meint zu Pfaueninsel:
Eigentlich ein super Areal zum erholen, nur leider ist im Moment mehr Baustelle als Grün und Ruhe.
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