Die Museumsinsel beherbergt mehrere beeindruckende Kunst- und Kultursammlungen der Welt. Auf der Insel sind das Pergamonmuseum89, das Alte Museum, die Alte Nationalgalerie88, das Bode Museum90 und das Neue Museum beheimatet. Aufgrund der einzigartigen baulichen und kulturellen Einheit wurde die Museumsinsel von der UNESCO im Jahr 1999 zum Weltkulturerbe erklärt.
Die Schaffung der Museumsinsel begann mit dem Bau des Alten Museums. Der bekannte Architekt Karl Friedrich Schinkel entwarf das Gebäude im klassizistischen Stil, das in den Jahren von 1825 bis 1830 errichtet wurde. Im Laufe des 19. Jahrhunderts folgten der Bau des Neuen Museums und der Alten Nationalgalerie. Im Jahre 1912 wurde mit dem Bau des Pergamonmuseums begonnen, das aber erst 1930 fertig gestellt werden konnte. Der Großteil der Museumsinsel wurde während des Zweiten Weltkrieges zerstört. Zwar konnten die Kunstgegenstände rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden, aber die seit der Wiedervereinigung begonnene Wiederherstellung und der Neuaufbau des Gebäudeensembles dauern noch an.
Im Rahmen des so genannten "Masterplan Museumsinsel" wurde 1993 ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Vorrangiges Ziel sind der bestmögliche Erhalt der alten Gebäude sowie die Anpassung von Gebäudetechnik und Innenarchitektur an die Bedürfnisse eines modernen Museums. Nach dem Vorbild anderer bekannter Museen wie dem Louvre in Paris sollen die einzelnen Museen zu einem einheitlichen Gebäudekomplex zusammengefasst werden. Innerhalb der folgenden Jahre wurde das Konzept des ursprünglichen Masterplans mehrfach geändert und die Planungen für die zukünftige Museumsinsel um neue Museen, Ausstellungsrichtungen und Gebäude erweitert. Aufgrund der angespannten Haushaltslage der Stadt Berlin und des Bundes waren die inzwischen auf 1,5 Milliarden Euro gestiegenen Kosten für den Aufbau der Museumsinsel mehrfach in die Kritik geraten.
Obwohl die Bauarbeiten der Museumsinsel voraussichtlich noch bis zum Jahr 2010 andauern werden, sind einzelne Museen bereits fertig gestellt. So wurden die Alte Nationalgalerie88 im Jahr 2001 und das komplett restaurierte Bode-Museum im Jahr 2006 bereits feierlich wiedereröffnet.
Das Alte Museum wurde im Stil eines griechischen Tempels gebaut und bildet den Anfang der Museumsinsel91. Die Vorhalle des Museums besteht aus 18 ionischen Säulen, wodurch das Gebäude zu einer imposanten Kulisse wird. Die Kuppelhalle des Alten Museums ist dem römischen Pantheon nachempfunden. Im Inneren der Halle sind Skulpturen von griechischen Göttern und antike Säulen zu besichtigen.
Im Jahr 1998 wurde die Antikensammlung des Museums wieder eröffnet, nachdem sie zwischenzeitlich nach dem Zweiten Weltkrieg in Charlottenburg untergebracht war. Die endgültige Fertigstellung der Restaurierungs- und Erweiterungsarbeiten wurde im Jahr 2001 gefeiert.
Vor dem Museum befindet sich eine riesige Granitschale des Künstlers Christian Gottlieb Cantian. Sie wird von den Berlinern scherzhaft die "größte Suppenschüssel Berlins" genannt.
Anschrift und Verkehrsanbindung:
Adresse: Bodestraße 1-3, 10178 Berlin S-Bahn: Hackescher Markt, Friedrichstraße U-Bahn: Friedrichstraße
Das Neue Museum wurde zwischen den Jahren 1843 und 1847 nach den Entwürfen von Friedrich August Stüler erbaut. In diesem Gebäude war zunächst das ßgyptische Museum untergebracht. Da das Museum aber während des Zweiten Weltkrieges fast völlig zerstört wurde, fand die Sammlung des ßgyptischen Museums zunächst in Charlottenburg eine neue Heimat.
Die Wiederaufbauarbeiten am Neuen Museum begannen erst in den 1980er Jahren. Nach der Fertigstellung des Gebäudes konnte die ägyptische Sammlung inzwischen wieder in das Neue Museum einziehen. Im Museum sind über 2.000 Exponate und Ausstellungstücke zu sehen, welche die lange ägyptische Geschichte dokumentieren. Als Highlights der Ausstellung gelten der Kopf der Nofretete und die Köpfe der Mitglieder der Königsfamilie. Zu sehen sind aber auch Gebrauchsgegenstände und Schmuck aus dem alten ßgypten.
Anschrift und Verkehrsanbindung:
Adresse: Bodestraße 1-3, 10178 Berlin S-Bahn: Hackescher Markt, Friedrichstraße U-Bahn: Friedrichstraße
Die Alte Nationalgalerie wurde in den Jahren von 1866 bis 1876 unter Leitung des preußischen Baumeisters Friedrich August Stüler erbaut. Der Schüler Schinkels verstarb aber während der Bauarbeiten und so wurde das Museum von Johann Heinrich Strack vollendet. Die Architektur der Alten Nationalgalerie sollte an einen korinthischen Tempel erinnern und so wurde das Gebäude vor seinem Eingang mit einer doppelläufigen Treppe versehen.
Alte Nationalgalerie auf der Museumsinsel
Schwerpunkt der ausgestellten Kunst in der Alten Nationalgalerie ist das 19. Jahrhundert. Zu sehen sind Werke von Caspar David Friedrich, Carl Rottmann, Philipp Otto Runge, Carl Spitzweg, Claude Monet, Auguste Renoir, Paul Cèzanne, Auguste Rodin und Max Liebermann.
Damit sind die Epochen der Romantik und des Impressionismus sowie die Malerei der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit ihren wichtigsten Vertretern zu sehen. Die einzigartige Sammlung ist seit der Wiedereröffnung ein Zuschauermagnet und kann jedem Besucher Berlins durchaus empfohlen werden.
Anschrift und Verkehrsanbindung:
Adresse: Bodestraße 1-3, 10178 Berlin S-Bahn: Hackescher Markt, Friedrichstraße U-Bahn: Friedrichstraße
Das Bodemuseum hieß zunächst Kaiser Wilhelm Museum und wurde vom Architekten Ernst von Ihne als Barockbau konzipiert. Erst im Jahr 1956 wurde das Museum nach dem langjährigen Museumsleiter Wilhelm von Bode benannt.
Das Innere des Museums gleicht einer Basilika. Diese wurde nach dem Vorbild der in Florenz stehenden Kirche Salvatore al Monte erbaut. Eine Skulpturensammlung und die Sammlung für Spätantike und Byzantinische Kunst sind die Hauptbestandteile des Bodemuseums.
Anschrift und Verkehrsanbindung:
Adresse: Bodestraße 1-3, 10178 Berlin S-Bahn: Hackescher Markt, Friedrichstraße U-Bahn: Friedrichstraße
Den meisten Besuchern fällt zum Thema Museumsinsel91 zuerst das Pergamon Museum ein. Nach einer langen Bauzeit von fast achtzehn Jahren wurde es im Jahr 1930 feierlich eröffnet. Die Architekten des Museums waren Alfred Messel und Ludwig Hoffmann.
Berühmtheit erlangte das Museum durch den Pergamonaltar. Dieser stammt aus Ausgrabungen an der türkischen Westküste und wurde in den Jahren 1878 bis 1886 vom deutschen Wissenschaftler Carl Humann freigelegt. Bei einem Besuch des Pergamon Museums kann jeder Besucher den überwältigenden Anblick des Pergamonaltars genießen, der als eines der schönsten Bauwerke der Geschichte gilt.
In den Sammlungen des Pergamon Museums befinden sich unter anderem aber auch das Markttor von Milet, die Fassade des Wüstenschlosses Mschatta, das Ischtar Tor und die Prozessionsstraße Babylons. So ist das Museum für Liebhaber von antiken Bauwerken ein Muss, aber auch für jeden anderen Besucher sicher ein wunderbares Erlebnis.
Anschrift und Verkehrsanbindung:
Adresse: Museumsstraße, 10177 Berlin S-Bahn: Hackescher Markt, Friedrichstraße U-Bahn: Friedrichstraße Bus: 100
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Ich möchte gerne mit meiner Abiklasse die Museumsinsel besuchen. Wir müssen jedoch vorher wissen wie teuer der ganze spass ist. Können Sie mir bitte Preise schicken? NadineGudermann@web.de Vielen Dank!! weiterlesenantworten
Hallöchen, In Berlin Mitte, nahe Alexanderplatz soll es einen Flohmarkt geben, wo Freitags hauptsächlich Bücher verkauft werden und sontags Kunst...weiss jemand wo das sein soll? Viele Grüsse, Pia weiterlesenantworten
Hallo, City-Sam-Gemeinde! Wir kommen Anfang Juli 2008 mit drei 11. Klassen nach Berlin (ca. 66 Pers.) und wollen zum Abschluß eine gemeinsame Spreerundfahrt von 1,5 bis 2 Std. machen. Wer kann uns etwas empfehlen? Welche Gesellschaft bietet eine komfortable Fahrt mit guten (Live-) Erklärungen zu einem vernünftigen Preis an? Welche Tour bietet sich an? Vielen Dank schon im voraus für Eure Hilfe! Stephan weiterlesenantworten
Hallo! Ersteinmal ein Lob an die Seite- ihr habt mir letztes Jahr schon wahnsinnig mit PARIS geholfen- bis auf das mir die Stadt nicht gefällt (aber das ist bekanntlich Geschmackssache), aber Angaben und so waren T O P!!! Jetzt würde mich allerdings B E R L I N interessieren... Wir sind ca. 40 Personen, die mit dem Bus nach Berlin reisen: --> **- Hotels!?Mit HP? BILLIG (3Übernachtungen) --> welche Sehenswürdigkeiten gibt's? + ... weiterlesenantworten
Kommentare und Tipps von anderen Usern zu Museumsinsel
Gast meint zu Pergamonmuseum:
Wenn man im Museum ist bleibt einem glatt die Spucke weg. In der Haupthalle ist ein riesiger antiker Tempel nachgebaut, den man sogar begehen kann. Einen besseren Eindruck von der antiker Baukunst kann man nicht bekommen, außer man Besucht irgendwo in der Welt ein Original. Es gibt außerdem eine nachgebauten Mauergasse, die sehr interessant ist für Leute die nie wirklich die Mauer gesehen haben.
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Gast meint zu Pergamonmuseum:
Ein Museumsbesuch ist natürlich am besten geeignet an Regentagen. Wahrscheinlich kann man Wochen im Pergamonmuseum verbringen und dann hat man immer noch nicht alles gesehen. Für eine ausführlichere und informativere Tour sollte man mit Audio-Führer los.
100%
Gast meint zu Pergamonmuseum:
Jeden 1. Sonntag im Monat ist der Eintritt frei. Ich glaube aber, dass die Wartezeiten dann doch sehr lang sein könnten.
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